Ein Einbruch mitten in der Nacht, die Fensterkontakte lösen aus, doch am anderen Ende der Leitung passiert nichts. Kein Alarm bei der Notrufzentrale, keine Reaktion, keine Hilfe. Nicht weil die Anlage defekt ist, sondern weil das Mobilfunknetz dahinter längst abgeschaltet wurde. Genau das erleben aktuell viele Betreiber von Alarmanlagen in der Schweiz, ohne es zu wissen. Die 3G-Abschaltung in der Schweiz betrifft nicht nur alte Handys, sondern auch die Technik, die im Ernstfall über Sicherheit entscheidet. Doch wer ist eigentlich betroffen, und woran erkennt man das rechtzeitig?
Das Wichtigste zur 3G-Abschaltung:
Sunrise hat sein 3G-Netz bereits im Sommer 2025 abgeschaltet, Swisscom folgte Ende 2025. Salt betreibt 3G noch mindestens bis Ende 2026, schaltet aber bereits einzelne Antennen ab. Alarmanlagen, die ihre Meldungen über ein 3G-Modul senden, funktionieren beim jeweiligen Anbieter danach nicht mehr zuverlässig. Betreiber sollten die Aufschaltung ihrer Anlage deshalb jetzt überprüfen lassen.
Warum betrifft die 3G-Abschaltung auch Alarmanlagen?
Die meisten Menschen denken bei einer 3G-Abschaltung zuerst an ihr Smartphone. Bei Alarmanlagen liegt der Fall anders und ist deutlich kritischer. Viele Systeme senden ihre Meldungen zusätzlich oder ausschliesslich über ein Mobilfunkmodul. Darin sitzt eine SIM-Karte, meist eine kleine, fest verbaute Variante, über die die Verbindung zum jeweiligen Netz läuft. Diese sogenannte Aufschaltung verbindet die Alarmanlage mit einer Notruf- und Serviceleitstelle, die im Ernstfall Polizei, Sicherheitsdienst oder Feuerwehr alarmiert. Läuft diese Verbindung über 3G und schaltet der genutzte Anbieter sein Netz ab, bricht die Meldekette ab.
Weder ein Einbruch noch ein technischer Defekt wird dann noch automatisch weitergeleitet. Besonders tückisch ist, dass die Anlage selbst oft weiterhin normal funktioniert und keinen offensichtlichen Fehler anzeigt. Der Ausfall der Aufschaltung bleibt so unentdeckt, bis es zu spät ist. Die Telsec ESS Schweiz AG sieht diese Lücke bei einem Teil der bestehenden Kundschaft und rät deshalb zur aktiven Prüfung, statt auf eine Fehlermeldung zu warten.
Welche Mobilfunkanbieter schalten 3G wann ab?
Sunrise und Swisscom haben ihr 3G-Netz bereits vollständig abgeschaltet, während Salt vorerst noch daran festhält, wenn auch längst nicht mehr überall. Die folgende Übersicht zeigt, wo die drei grossen Schweizer Anbieter aktuell stehen.
| Anbieter | Status 3G-Netz | Abschaltung |
|---|---|---|
| Sunrise | vollständig abgeschaltet | seit Mitte August 2025 |
| Swisscom | vollständig abgeschaltet | seit Ende 2025 |
| Salt | noch aktiv, einzelne Antennen bereits deaktiviert | angekündigt mindestens bis Ende 2026 |
Wer den Anbieter der eigenen SIM-Karte nicht kennt, findet die Angabe meist im Wartungsvertrag oder direkt auf dem Kommunikationsmodul der Anlage. Genaue Hintergründe zur nationalen Abschaltstrategie liefert das Bundesamt für Kommunikation BAKOM.
Falls Sie sich unsicher sind, welches Netz Ihre Alarmanlage aktuell nutzt, kontaktieren Sie uns gerne.
Was passiert, wenn Ihre Alarmanlage weiter auf 3G funkt?
Bleibt eine Alarmanlage nach der Abschaltung weiter auf 3G eingestellt, verliert sie die Verbindung zur Leitstelle vollständig. Das betrifft nicht nur den Einbruchsalarm, sondern auch technische Störmeldungen. Ein sogenannter Sabotagekontakt, der eigentlich eine Manipulation der Anlage sofort meldet, läuft dann ebenfalls ins Leere. Für Privatpersonen bedeutet das ein erhebliches Sicherheitsrisiko, für Unternehmen zusätzlich ein versicherungstechnisches.
Viele Policen setzen eine funktionierende Aufschaltung als Bedingung für den vollen Versicherungsschutz voraus. Fällt diese ohne Wissen der Betreiber aus, kann das im Schadenfall zu Problemen mit der Versicherung führen. Deshalb lohnt sich die Prüfung nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch aus wirtschaftlicher Vorsicht.
Wie erkennen Sie, ob Ihre Anlage betroffen ist?
Fünf Schritte helfen dabei, den eigenen Status schnell einzuordnen:
- SIM-Karte prüfen: Kontrollieren Sie, welcher Anbieter auf dem Kommunikationsmodul der Anlage eingetragen ist.
- Installationsjahr beachten: Anlagen aus der Zeit vor 2018 arbeiten häufiger noch ausschliesslich mit 3G statt mit 4G oder IP.
- Wartungsvertrag konsultieren: Im Servicevertrag steht meist vermerkt, über welche Technologie die Aufschaltung läuft.
- Testalarm auslösen lassen: Ein von Fachpersonal begleiteter Testalarm zeigt zuverlässig, ob die Meldung tatsächlich bei der Leitstelle ankommt.
- Direkt nachfragen: Wer unsicher ist, erhält bei Telsec eine kurze technische Einschätzung, ohne dass vorschnell die ganze Anlage ausgetauscht werden muss.
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Was sollten Betreiber von Alarmanlagen jetzt tun?
Wer feststellt, dass die eigene Anlage noch auf 3G läuft, muss nicht sofort das gesamte System ersetzen. In den meisten Fällen reicht der Austausch des Kommunikationsmoduls, das die Verbindung zur Leitstelle herstellt. Diesen Austausch übernimmt Telsec entweder im Rahmen eines bestehenden Wartungsvertrags oder auf Anfrage, inklusive Aktualisierung des Moduls auf eine zukunftssichere Technologie. Wer jetzt handelt, vermeidet Zeitdruck und unnötige Hektik, statt den Ausfall erst zu merken, wenn ein echter Notfall eintritt.
«In unserem Servicealltag begegnen uns regelmässig Anlagen, die technisch einwandfrei funktionieren, deren Meldung aber trotzdem nicht mehr bei der Leitstelle ankommt, weil das Kommunikationsmodul veraltet ist. Genau diese Lücke schliessen wir, bevor sie zum Problem wird.»
Lohnt sich der Wechsel auf eine 4G- oder IP-Aufschaltung?
Ein Wechsel auf 4G oder eine IP-basierte Aufschaltung, also eine Übertragung über eine feste Internetverbindung statt über Mobilfunk, bringt neben der reinen Zukunftssicherheit weitere Vorteile: Die Übertragung ist schneller und stabiler, sowohl bei grossen Datenmengen als auch bei kurzen Störmeldungen. Zusätzlich lässt sich eine IP-Aufschaltung häufig mit einer 4G-Lösung als Rückfallebene kombinieren, sodass bei einem Ausfall des Internets automatisch auf Mobilfunk umgeschaltet wird. Für Betreiber bedeutet das doppelte Sicherheit statt eines einzelnen Übertragungswegs.
Telsec setzt bei Umrüstungen auf geprüfte Kommunikationslösungen der eigenen Partnerhersteller und stimmt die Wahl der Technologie individuell auf die Gegebenheiten vor Ort ab, statt eine Standardlösung für alle Objekte anzubieten.
Fazit: Die 3G-Abschaltung in der Schweiz erfordert jetzt Ihr Handeln
Die 3G-Abschaltung in der Schweiz ist für Alarmanlagen kein theoretisches Zukunftsthema, sondern für viele Betreiber längst Realität. Sunrise und Swisscom haben ihre Netze bereits abgeschaltet, Salt zieht spätestens bis Ende 2026 nach. Wer die eigene Aufschaltung nicht kennt, riskiert einen unbemerkten Ausfall genau dann, wenn Sicherheit am wichtigsten ist. Eine kurze technische Prüfung schafft Klarheit und verhindert unangenehme Überraschungen. Kontaktieren Sie uns jetzt für eine unverbindliche Offerte und machen Sie die Aufschaltung Ihrer Alarmanlage zukunftssicher.
Häufige Fragen zur 3G-Netzabschaltung in der Schweiz
Wann wird 3G in der Schweiz abgeschaltet?
Sunrise und Swisscom haben ihre 3G-Netze bereits abgeschaltet, Sunrise seit Mitte August 2025 und Swisscom seit Ende 2025. Salt hält 3G nach eigenen Angaben mindestens bis Ende 2026, ein festes Abschaltdatum gibt es noch nicht.
Inwiefern betrifft mich die Abschaltung des 3G-Netzes?
Betroffen sind alle Geräte, die ausschliesslich mit 3G funken. Dazu zählen ältere Handys ebenso wie Alarmanlagen, Heizungssteuerungen oder andere Geräte mit fest verbautem Mobilfunkmodul. Ohne Umrüstung verlieren diese Geräte beim jeweiligen Anbieter die Verbindung.
Ist meine Alarmanlage von der 3G-Abschaltung betroffen?
Betroffen sind Anlagen, deren Kommunikationsmodul Meldungen über ein 3G-Netz an die Leitstelle sendet. Ob das der Fall ist, zeigt ein Blick in den Wartungsvertrag oder eine Rückfrage bei Telsec.
Was passiert, wenn die Alarmanlage kein 3G mehr empfängt?
Die Anlage kann dann keine Meldungen mehr an die Notruf- und Serviceleitstelle übermitteln, weder bei einem Einbruch noch bei einer technischen Störung.
Muss ich meine ganze Alarmanlage austauschen?
In den meisten Fällen reicht der Austausch des Kommunikationsmoduls, ein kompletter Anlagenwechsel ist nur selten notwendig.


