Kriminalstatistik Schweiz 2025: Was die neuen Zahlen für Ihren Einbruchschutz bedeuten

Täglich werden in der Schweiz rund 128 Gebäude aufgebrochen oder unbefugt betreten. Nicht als Hochrechnung, nicht als Schätzung, sondern als nüchterner Durchschnittswert aus dem offiziellen Jahresbericht der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025, den das Bundesamt für Statistik Ende März 2026 veröffentlicht hat. Diese Zahl steht stellvertretend für eine Entwicklung, die Privathaushalte und Unternehmen gleichermassen betrifft: Der Einbruchdiebstahl in der Schweiz nimmt leicht zu, während andere Deliktformen rückläufig sind.

Dieser Beitrag fasst zusammen, was die aktuelle PKS 2025 für die Sicherheit Ihrer Immobilie bedeutet, welche Delikte zunehmen, welche zurückgehen und wie Sie mit gezielten Massnahmen konkret gegensteuern können.

Was sagt die Polizeiliche Kriminalstatistik Schweiz 2025 aus?

Die PKS erfasst alle Straftaten, die in der Schweiz polizeilich registriert werden. Sie gilt als wichtigstes Referenzwerkzeug für die Kriminalitätsentwicklung im Land und erscheint jährlich. Die Ergebnisse für 2025 zeichnen ein differenziertes Bild.

Insgesamt registrierte die Polizei 554.963 Straftaten gemäss Strafgesetzbuch. Das sind rund 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem auf sinkende Vermögensstraftaten zurückzuführen, die gesamthaft um 3,5 Prozent abgenommen haben. Gleichzeitig stiegen die schweren Gewaltstraftaten aber um 8,1 Prozent. Das Bild ist also nicht einheitlich, sondern verlangt genaues Hinschauen.

Was zählt zu den Vermögensstraftaten?

Vermögensstraftaten bilden mit 66,6 Prozent den grössten Anteil aller Straftaten. Sie umfassen Diebstahl in allen Formen, Raub, Sachbeschädigung, Betrug und Einbruch.

Für Privathaushalte und Unternehmen ist dieser Bereich am unmittelbarsten relevant, weil er direkte materielle Schäden verursacht und die Sicherheit von Gebäuden und Liegenschaften betrifft.

Was zeigt die Kriminalstatistik Schweiz beim Einbruchdiebstahl?

Hier liegt der entscheidende Befund für alle, die über den Schutz ihrer Immobilie nachdenken. Während viele Diebstahlsformen rückläufig sind, nimmt der Einbruchdiebstahl zu. Die Kriminalstatistik 2025 verzeichnete insgesamt 34.755 Einbruchdiebstähle, was einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2021 lag diese Zahl noch bei 22.734.  Der Trend ist also mehrjährig und klar erkennbar.

Das bedeutet: Während der Taschendiebstahl um 15,5 Prozent sank und der Fahrzeugeinbruchdiebstahl um 18,8 Prozent zurückging, setzt sich beim klassischen Einbruch in Gebäude eine gegenläufige Bewegung fort.

Wo finden Einbrüche statt?

Die Kriminalstatistik zeigt, dass Einbrüche sich nahezu gleichmässig auf private und öffentliche Räume verteilen. Von den 34.755 Einbruchdiebstählen ereigneten sich 18.707 im privaten Bereich und 15.997 in öffentlich zugänglichen Objekten.

Mehrfamilienhäuser sind am häufigsten betroffen, gefolgt von Einfamilienhäusern. Bei gewerblichen Liegenschaften stehen Verkaufsräume, Restaurationsbetriebe und Betriebsräume an vorderster Stelle.

Das zeigt: Einbruchschutz ist keine reine Privatangelegenheit. Er betrifft Unternehmen, Vermieter und Gewerbetreibende ebenso wie Hauseigentümer und Mieter.

Welche weiteren Delikte sind für den Objektschutz relevant?

Die Kriminalstatistik Schweiz liefert nicht nur Zahlen zum Einbruch. Auch Raub, Sachbeschädigung und Gewaltdelikte sind für die Sicherheitsplanung relevant, selbst wenn sich ihre Entwicklung unterscheidet.

Die Zahl der Raubdelikte ist 2025 um 13 Prozent auf 1.834 Fälle gesunken. Das ist ein deutlicher Rückgang. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass Raub kein relevantes Risiko mehr darstellt. Über die Hälfte aller Raube werden mit Körpergewalt begangen, ein weiteres Fünftel mit Schneid- oder Stichwaffen. Besonders Unternehmen mit Bargeldverkehr, Einzelhandel oder späten Öffnungszeiten sollten dieses Risiko weiterhin in ihre Sicherheitsplanung einbeziehen, auch wenn die absolute Zahl gesunken ist.

Bei der Sachbeschädigung bleibt das Bild weniger erfreulich. Mit 35.330 Fällen ohne Diebstahl und 47.421 im Zusammenhang mit Einbrüchen bleibt Vandalismus ein substanzielles Problem. Gerade bei Einbrüchen entstehen erhebliche Zusatzschäden durch aufgebrochene Türen, beschädigte Fenster oder zerstörte Schlösser. Wer Einbruchschutz plant, verhindert damit auch Sachschäden

Auch bei den Gewalt- und Drohungsdelikten zeigt die Kriminalstatistik eine klare Richtung nach oben an.
Die Gesamtzahl der Gewaltstraftaten stieg auf 49.915, ein Anstieg von 2 Prozent.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei Drohungen sowie bei schwerer Körperverletzung und vollendeten Tötungsdelikten. Für Unternehmen mit Publikumsverkehr, Liegenschaften mit öffentlichem Zugang oder Einrichtungen mit Nachtbetrieb ist das ein Hinweis, dass Sicherheit nicht nur Eigentumsschutz bedeutet, sondern auch Personenschutz.

Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen der Kriminalstatistik Schweiz 2025 zum Thema Einbruchschutz zusammengefasst:

Delikt Anzahl 2025 Veränderung zum Vorjahr
Straftaten total (StGB) 554.963 -1,5%
Vermögensstraftaten total 369.735 -3,5%
Einbruchdiebstahl 34.755 +5,0%
Davon Einbrüche in Privatgebäude 18.707
Davon Einbrüche in öffentliche Objekte 15.997
Sachbeschädigung bei Einbruch 47.421 +1,0%
Raub total 1.834 -13,0%
Gewaltstraftaten total 49.915 +2,0%

Wie kann ich mein Zuhause oder meine Firma besser schützen?

Die Kriminalstatistik Schweiz liefert den Kontext. Was daraus folgt, sind konkrete Fragen: Wie ist Ihre Liegenschaft aktuell geschützt? Welche Schwachstellen bestehen? Und welche Massnahmen den Schutz am wirksamsten verbessern?

Professioneller Einbruchschutz umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Ebenen:

1. Einbruchmeldeanlage:
Eine professionell geplante Einbruchmeldeanlage erkennt unbefugtes Eindringen zuverlässig. Bewegungsmelder, Türkontakte, Glasbruchsensoren und Sabotagekontakte bilden ein Netz, das auch bei verdeckten Einbruchversuchen anschlägt. Entscheidend ist die Aufschaltung auf eine rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle. Nur so führt ein Alarm zu einer konkreten Reaktion.

2. Videoüberwachung:
Kameras haben nachweislich eine abschreckende Wirkung. Darüber hinaus liefern sie im Ereignisfall Beweismaterial und ermöglichen eine schnelle Lagebeurteilung. Wichtig ist dabei, dass Planung und Betrieb den datenschutzrechtlichen Anforderungen entsprechen. Telsec berät Sie dabei, rechtssichere und wirksame Videoüberwachungslösungen zu konzipieren.

3. Zutrittskontrolle:
Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern, Betriebsräumen und Gewerbeliegenschaften schützt eine Zutrittskontrolle vor unbefugtem Zugang. Moderne Systeme arbeiten mit elektronischen Schlüsseln oder Smartphones und ermöglichen eine differenzierte Vergabe von Zugriffsrechten. Wer darf wann und wohin? Das lässt sich präzise steuern.

4. Mechanischer Grundschutz:
Sicherheitstechnik ergänzt, ersetzt aber nicht den mechanischen Schutz. Einbruchshemmende Türen, verstärkte Schlösser und gesicherte Fenster erhöhen den Widerstandswert und gewinnen Zeit, bis eine Reaktion erfolgt. Diese Zeit ist entscheidend: Die meisten Einbrecher brechen ab, wenn der Widerstand zu gross wird.

5. Regelmässige Wartung:
Eine Anlage, die nicht gewartet wird, bietet keinen verlässlichen Schutz. Akkus altern, Kontakte können korrodieren, Software muss aktualisiert werden. Die Telsec ESS Schweiz AG begleitet Kunden langfristig mit regelmässigen Wartungsintervallen, damit der Schutz nicht nur installiert, sondern dauerhaft einsatzbereit ist.

Worin unterscheiden sich Sicherheitsmassnahmen bei privaten Haushalten und Unternehmen?

Die Grundprinzipien sind dieselben, aber die Anforderungen unterscheiden sich.

Für Hauseigentümer und Mieter stehen der Schutz des persönlichen Eigentums und das Sicherheitsgefühl im Vordergrund. Laut Kriminalstatistik Schweiz erfolgen Einbrüche in Wohngebäude häufig tagsüber, wenn niemand zu Hause ist. Eine Alarmanlage erkennt unbefugtes Eindringen zuverlässig, auch wenn niemand vor Ort ist. Smarte Systeme, die sich per Smartphone einsehen und steuern lassen, geben zusätzliche Kontrolle und Transparenz. Wer frühzeitig in Sicherheitstechnik investiert, schützt nicht nur Eigentum, sondern auch das eigene Sicherheitsgefühl langfristig.

Bei Gewerbeliegenschaften, Büros, Verkaufsräumen und Produktionsbetrieben kommen weitere Aspekte hinzu. Neben dem Sachwertschutz steht der Schutz von Datenmaterial, Maschinen und vertraulichen Informationen im Vordergrund. Einbrüche in Geschäftsräume haben oft nicht nur materielle Folgen, sie können Betriebsabläufe empfindlich stören und das Vertrauen von Kunden und Partnern belasten. Für Unternehmen lohnt es sich deshalb, Sicherheit nicht als einmalige Investition zu betrachten, sondern als fortlaufenden Prozess mit regelmässiger Überprüfung. Die Kriminalstatistik Schweiz zeigt, dass Verkaufsräume, Betriebsräume und Geschäftsräume zu den am häufigsten betroffenen Kategorien bei gewerblichen Einbrüchen gehören.

Fazit: Was die Kriminalstatistik der Schweiz bedeutet und wie Sie reagieren können

Die Kriminalstatistik Schweiz 2025 zeigt: Der Einbruchdiebstahl nimmt zu. Wohnhäuser sind am häufigsten betroffen, Gewerbeobjekte nicht weit dahinter. Raub geht zwar zurück, bleibt aber ein reales Risiko. Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit Einbrüchen bleiben auf hohem Niveau und Gewaltstraftaten insgesamt nehmen zu.

Diese Entwicklungen liefern keinen Grund zur Panik, aber einen klaren Anlass, die eigene Sicherheitssituation zu prüfen und gezielt zu verbessern. Professioneller Einbruchschutz ist keine Luxusmassnahme. Er ist eine nüchterne Antwort auf ein real wachsendes Risiko.

Die Telsec ESS Schweiz AG begleitet Sie dabei, eine Lösung zu finden, die zu Ihrer Liegenschaft, Ihrem Budget und Ihren Anforderungen passt. Vom ersten Beratungsgespräch über die Planung bis zur Installation und Wartung.

Kontaktieren Sie uns gerne für eine unverbindliche Beratung. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation und finden gemeinsam den richtigen Ansatz.

Häufige Fragen zur Kriminalstatistik Schweiz und zum Einbruchschutz

Wann finden die meisten Einbrüche statt?

Einbrüche in Privatgebäude ereignen sich statistisch gesehen häufig am Nachmittag und frühen Abend. Bei Gewerbeliegenschaften sind Nacht- und Wochenendstunden besonders exponiert. Eine professionelle Alarmanlage mit Aufschaltung bietet rund um die Uhr Schutz.

Was gehört zu einem vollständigen Sicherheitskonzept?

Ein durchdachtes Sicherheitskonzept umfasst mehrere Ebenen: mechanischen Grundschutz, eine Einbruchmeldeanlage, Videoüberwachung und je nach Objekt eine Zutrittskontrolle. Entscheidend ist, dass diese Komponenten aufeinander abgestimmt sind und als Gesamtsystem funktionieren.

Was unterscheidet professionelle von günstigen Lösungen?

Günstige Systeme aus dem Baumarkt bieten oft nur begrenzten Schutz. Professionelle Anlagen sind auf das jeweilige Objekt abgestimmt, werden fachgerecht installiert und regelmässig gewartet. Im Ernstfall macht genau das den Unterschied.

Lohnt sich Sicherheitstechnik auch für kleinere Objekte?

Ja. Einbrüche treffen kleine Wohnungen genauso wie grosse Liegenschaften. Der Schaden ist relativ zur Situation oft erheblich. Und der Schock eines Einbruchs reicht weit über den materiellen Verlust hinaus.

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